So bleibt der Anzug zwischen den Reinigungen gepflegt

Landschaftsillustration

Ein Anzug sieht nur dann gut aus, wenn Stoff und Schnitt gepflegt sind, aber er muss nicht nach jedem Tragen in die Reinigung. Häufiges Reinigen belastet die Fasern, und ein Anzug, der zu oft in die Chemie kommt, verliert mit der Zeit Glanz und Fall. Zwischen den Reinigungen genügen wenige, regelmäßige Handgriffe, die den Stoff schonen und den Anzug frisch halten.

Direkt nach dem Tragen hängt man Jacke und Hose auf einen passenden Bügel. Der Bügel der Jacke sollte breite Schultern haben, damit die Form erhalten bleibt, und die Hose hängt am besten an einem Hosenbügel mit Klammern oder wird über die Stange gelegt. Vorher werden die Taschen geleert, denn Schlüssel und Handy beulen den Stoff aus. Danach darf der Anzug eine Weile an der frischen Luft hängen.

Bürsten, dämpfen, bügeln

Eine weiche Kleiderbürste entfernt Staub und Fusseln. Man bürstet mit dem Strich des Stoffes von oben nach unten und achtet auf Kragen, Schultern und Hosenumschlag. Auch dem Innenfutter tut frische Luft gut, wenn man die Jacke einmal auf links dreht und an einen geschützten Platz hängt. Kleine Flecken lassen sich mit einem feuchten Tuch abtupfen, ohne zu reiben. Bei stärkeren Flecken sollte man nicht selbst experimentieren, sondern den Anzug rasch in die Reinigung bringen.

Falten glättet man am besten mit Dampf. Hängt man den Anzug im Badezimmer auf, während heißes Wasser läuft, lösen sich viele Knitter von selbst. Wer bügeln muss, legt ein feuchtes Tuch zwischen Eisen und Stoff, damit keine glänzenden Stellen entstehen. Die Bügelfalte der Hose wird von links nachgezogen, und Wolle bügelt man nur auf mäßiger Stufe.

Den Anzug lässt man zwischen zwei Einsätzen ruhen, damit sich die Fasern erholen können. Wer mehrere Anzüge hat, wechselt sie ab. Schuhe und Gürtel, die zum Anzug gehören, sollten ebenfalls gepflegt sein, denn erst das Gesamtbild überzeugt. Zur Aufbewahrung eignet sich ein luftiger Kleidersack aus Stoff, nicht aus Plastik, weil dort Feuchtigkeit gefangen bleibt. Ein Beutel mit Zedernholz ist ein guter Schutz gegen Motten, und wenn der Herbst kommt, ist der Anzug wieder bereit für den nächsten Einsatz.